Carmina Burana und Cloudburst

Am 15.07.2012 sang die Friedenskantorei Leipzig in der Michaeliskirche Leipzig unter der Leitung von Kantor Veit-Stephan Budig „Carmina Burana“ von Carl Orff in der Fassung für Solisten, Chor, 2 Klaviere und großes Schlagwerk. Daneben erklang „Cloudburst“ von Eric Whitacre – für Soli, Chor, Handglocken und Schlagwerk.

Insgesamt ein gelungener musikalischer Abend! Der Einsatz des Kantors Budig, sowie die Leistung der Sopranistin Reglint Bühler und das Engagement des Baritons Daniel Ochoa ließen den Abend mit gutem künstlerischen Anspruch kurzweilig werden. An den Klavieren spielten die teilweise kuriosen Spielarten von Carl Orff Janusz Wozniak und Robert Herrmann. Bei Carmina Burana darf das Schlagwerk natürlich nicht fehlen und so braucht man Schlagzeuger, die genau im Takt sein können – und hier taten sie das mit Überzeugung und Präzision.

Die Friedenskantorei begann das Konzert mit Cloudburst. Ein Werk, welches eher unüblich für eine Kantorei scheint, wurde doch homogen und klanglich ausgewogen dem Zuhörer dargeboten. Die klanglichen Effekte, die den Regen nachahmten (Schnippsen und Klatschen), erinnerten etwas an das unsommerliche Wetter draußen, doch auch die Erinnerung war schnell vergessen, als dann auch das Schlagwerk zart in das klanglich schöne „Gewitter“ mit einstieg.

Das Orffsche Werk, welches mystisch und etwas ungeordnet scheint, wird von der Kantorei mit dem Schlagwerkensemble, den beiden Flügeln und den Solisten, sowie einem Kinderchor vorgetragen. Nach der ersten Verwunderung, dass dieses Werk, welches nur einen geringen Anteil geistlichen Inhalts hat, in einer Kirche aufgeführt wird, fühlt sich dieses einmalige Flair ganz gut an. Auch wenn ein ganzes Orchester dem Klang etwas besser getan hätte, so war der Abend durch den Witz und der Arrangement der Solisten ein emotional sehr gefüllter.

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